Risikomanagement-Seminar 2021 Insolvenzrechtliche Warnpflichten bei der Jahresabschlusserstellung unter Berücksichtigung der Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts [SanInsFoG]

Informationen:

Seminarnummer:
2021177
Referent(en):
Michael Brügge
Ort/Anschrift:
ONLINE Seminar,
Kategorien:
Seminare
Termine:
30.11.2021 09:00 Uhr – 13:00 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis (Verbands-Mitglied):
190,40 € inkl. USt.
Preis (Nicht-Mitglieder):
279,65 € inkl. USt.

Beschreibung

Die Beratung im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie birgt hohe Haftungsgefahren. Kommt es trotz der Gewährung von Soforthilfen, Kurzarbeitergeld usw. zur Insolvenz der betreuten Gesellschaft, droht eine Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter wegen Insolvenzverschleppung. Die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bis zum 30.9.2020 nach dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-19-Pandemie wird hier kaum Entlastung schaffen, denn im Falle der Insolvenz wird der Insolvenzverwalter behaupten, die Insolvenzreife habe unabhängig von der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus bereits im Zeitpunkt der Fördermittelberatung bestanden. 

Mit Urteil vom 26.1.2017 hat der BGH entschieden, dass der Steuerberater eine falsche Bilanzierung zu verantworten hat, wenn er der Bilanz trotz Zweifel hinsichtlich der Fortführbarkeit des Unternehmens Going-Concern-Werte zu Grunde legt. Zudem hat der BGH entschieden, dass der Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt hat, die Geschäftsführung unter bestimmten Voraussetzungen auf eine mögliche Insolvenzreife und die sich hieraus ergebenden Prüfungspflichten hinweisen muss.

Die Entscheidung wirft viele Fragen auf, die sich auch bei einer insolvenznahen Beratung über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen können. Welche Pflichten treffen den mit der Jahresabschlusserstellung für eine Krisen-GmbH befassten Steuerberater hinsichtlich der Going-Concern-Prüfung? Durch welche Einzelmaßnahmen können Zweifel an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit ausgeräumt werden? Darf sich der Steuerberater auf Aussagen der Geschäftsführung verlassen, wonach mit Blick auf die Liquiditätsprobleme eine Kapitalerhöhung geplant sei? Muss der Steuerberater das Mandat dann niederlegen, oder kann er sich durch Dokumentation der Weisung im Jahresabschluss exkulpieren?

Daneben geht das Seminar auf aktuelle Entwicklungen im beruflichen Haftungsrecht für Steuerberater/innen ein und gibt praktische Tipps zur Haftungsvermeidung.

Risikovorsorge liegt nicht nur in Ihrem eigenen Interesse, sondern auch im Interesse der Versicherungswirtschaft. Je weniger Schäden anfallen, desto besser für beide Seiten. Deshalb erhalten alle Seminarteilnehmer/innen, die ihre Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung zu den attraktiven Verbandskonditionen bei HDI abgeschlossen haben, einen zusätzlichen Prämiennachlass in Höhe von 10 Prozent auf den persönlichen Nettojahresbeitragsanteil. HDI ist damit der einzige Versicherer, der ein Risikomanagement bei Steuerberatern und Steuerberaterinnen sowohl durch kompetente Fachreferenten/Fachreferentinnen fördert als auch finanziell honoriert.

Die Teilnahme an dem Qualitäts- sicherungsprogramm wird für Mitglieder des Steuerberaterverbandes M-V e.V., die bei der HDI Versicherung AG eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, mit einem Prämiennachlass honoriert.

Voraussetzungen für einen 10%igen Prämiennachlass in der VH-Versicherung

  1. Teilnahme an diesem Risikomanagement-Seminar
  2. Nachweis von Fortbildungsveranstaltungen durch den Verband (Umfang 40 Stunden einschl. Risikomanagement-Seminar)

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