Grundsteuer-Reform – Neue Hauptfeststellung 1.1.2022

Informationen:

Seminarnummer:
2021160
Referent(en):
Dipl.-Finw. Wilfried Mannek
Ort/Anschrift:
Radisson Blu Hotel , Lange Straße 40 18055 Rostock
Kategorien:
Seminare
Termine:
23.11.2021 09:00 Uhr – 16:30 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis (Verbands-Mitglied):
249,90 € inkl. USt.
Preis (Nicht-Mitglieder):
339,15 € inkl. USt.

Beschreibung

Die nächste Hauptfeststellung findet für alle Grundstücke in Deutschland auf den 1.1.2022 statt. Die Grundsteuer ist entsprechend der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts neu geregelt worden. Von der Grundsteuer ist jeder Bürger betroffen, egal, ob Eigentum oder ein Mietverhältnis besteht. Bei selbstgenutzten Immobilien zahlen die Eigentümerinnen und Eigentümer die Grundsteuer selbst, bei vermieteten Objekten wird die Grundsteuer im Regelfall auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt.

Das BMF hat eine wertabhängige Reform durchgesetzt. Allerdings ist im Grundgesetz eine neue Länderöffnungsklausel vorgesehen, die von Bayern, Baden-Würtemberg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen genutzt wird. In diesen Ländern wird die Grundsteuer nach anderen Maßstäben erhoben.

Mit der Reform wird keine Erhöhung des Steueraufkommens angestrebt. Allerdings sind Belastungsänderungen im Einzelfall typischerweise unvermeidbar, weil es andernfalls nicht möglich wäre, den verfassungswidrigen Zustand zu beseitigen. Die Veränderungen können ebenso überraschend wie gravierend sein.

Das Seminar wird den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens mit den Veränderungen darstellen. Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der Belastungsunterschiede runden das Seminar ab.

  1. Ausgangslage
  • Entscheidung und Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts
  • Verfassungsfeste Ausübung der Gesetzgebungskompetenz
  • Fristen des BVerfG
  • Aufkommensneutralität versus Belastungsneutralität

2. Konzeption des Bundes-Reformmodells

  • Wertabhängige Bemessungsgrundlage
  • Abgrenzung und Maßgeblichkeit der verschiedenen Bewertungsverfahren

3. Bemessungsgrundlage bei unbebauten Grundstücken

  • Ansatz und Umfang der Maßgeblichkeit der Bodenrichtwerte
  • Umgang mit Besonderheiten bei den Bodenrichtwertzonen

4. Bemessungsgrundlage bei bebauten Grundstücken im vereinfachten Ertragswertverfahren

  • Berechnung der maßgebenden Gebäudeflächen
  • Bestimmung und Ansatz der „Listenmiete“
  • Bestimmung der maßgebenden „Mietstufen“
  • Fehlende Relevanz der tatsächlich gezahlten oder üblichen Miete
  • Ansatz des Mindestwerts
  • Modernisierung bzw. Kernsanierung

5. Bemessungsgrundlage bei bebauten Grundstücken im Sachwertverfahren

  • Regelherstellungskosten
  • Unterscheidung der anzusetzenden Gebäudearten
  • Berücksichtigung der Alterswertminderung
  • Ansatz von Wertzahlen

6. Länderöffnungsklausel

  • Bodenwertsteuer Baden-Württemberg
  • Äquivalenzmodell Bayern
  • Flächenfaktormodell Hessen
  • Modell Niedersachsen
  • Modell Hamburg

7. Änderungen des Grundsteuergesetzes

  • Einführung der „Grundsteuer C“ zur Baulandmobilisierung
  • Vergünstigung für Denkmäler
  • Vergünstigung bei öffentlicher Förderung

8. Verfahrensregelungen

  • Mehrstufige Erhebung der Grundsteuer
  • Hebesatzrecht der Kommune
  • Erklärungspflichten
  • Hauptfeststellung 1.1.2022/Nachfeststellung
  • Wert-/Art-/Zurechnungsfortschreibung
  • Amnestie für Altfälle der Einheitsbewertung

9. Beispiele zur Berechnung der Grundsteuer 

Weitere Informationen

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